Die bodenlose Stadt
Gemeinwohl sichern, Stadt gestalten – Boden als Konfliktfeld urbaner Transformation
Herausgeber*innen: Laura Calbet Elias, Christian Molter, Felix Bentlin, Angela Million
Format: 14,8 x 21,0 cm
Erscheinungsjahr: 2025
https://verlag.tu-berlin.de/reihe/schriftenreihe-staedtebau-und-kommunikation-von-planung/
Der Boden ist ein Schlüsselmotiv für die sozialökologische Transformation, um Klima- und Umweltbelange mit dem Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum und anderer Bausteine gemeinwohlorientierter Stadtentwicklung in Einklang zu bringen. Die aktuell geforderte neue Umbaukultur sendet wichtige Signale in diese Richtung. Gleichwohl sind viele Aspekte aktueller Stadtentwicklung bodenlos. Kommunen können eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik kaum umsetzen, da sie den Boden zur Begleichung des dürftigen Finanzhaushalts veräußerten; wertvoller Bestand wird dem Verfall und dem Abriss preisgegeben, weil ein Neubau höhere Profite verspricht; der Flächenverbrauch liegt weit über dem Ziel, das vor mehr als 20 Jahre als nachhaltig erklärt wurde; die Wohnfläche pro Kopf steigt, weil ein Umzug in geeigneteren Wohnraum meist mit höheren Wohnkosten verbunden ist. Die Knappheit von Boden ist ein wiederkehrendes Motiv zahlreicher stadtpolitischer Diskurse.



